Manuel Fink leitet Marketing & Kommunikation bei der E-Learning Group, der Bildungsgruppe hinter mehreren MBA-Programmen im DACH-Raum. Beim Customer Relationship Summit 2026 zieht er Bilanz zu drei Jahren HubSpot im Bildungsmarketing und erklärt, wie sein Team die „KPI-Blackbox“ zwischen Lead und Abschluss geschlossen hat.
Bei welchem Unternehmen bist du tätig, und was macht dieses Unternehmen kurz beschrieben?
E-Learning Group — Bildungsgruppe im DACH-Raum mit Sitz in Wien, Betreiber von zwei privaten Hochschulen und Kooperationspartner mehrerer Hochschulen, marktführend im MBA-Segment, Gruppe hinter der am schnellsten wachsenden Hochschule in Deutschland.
Gemäß dem Mission Statement „Making People Smarter“ entwickelt die E-Learning Group (ELG) seit über zehn Jahren flexible Studien- und Weiterbildungsangebote, jedes davon ausgerichtet auf die aktuellen Anforderungen in Unternehmen und die Bedürfnisse berufstätiger Personen. Mit mehr als 15.000 Bildungskunden, darunter 11.000 MBA-Studierende, zählt die ELG zu den größten Bildungsanbietern im deutschsprachigen Raum.
Die wichtigsten Take-aways
- CRM ist für die E-Learning Group ein Kernprozess, kein Nebenschauplatz.
- Das intern aufgebaute CRM-Knowhow hat sich laut Fink ausgezahlt und sollte aus seiner Sicht nicht outgesourct werden.
- Formularlänge beeinflusst die Einsenderate direkter, als viele annehmen.
- Einer von Finks zwei größten Aha-Momenten in der CRM-Praxis betrifft genau diesen Zusammenhang bei der Lead-Generation.
- Nicht alles, was messbar ist, muss gemessen werden.
- Finks zweite Kernerkenntnis: Weniger, aber die richtigen KPIs zu tracken bringt mehr als vollständige Messbarkeit um jeden Preis.
- Die Abhängigkeit von Google Ads wird zum Risiko.
- Die E-Learning Group ist im eigenen Bereich marktführend, sieht aber bereits jetzt einen massiven Einbruch der CTR bei Organic Search und rechnet mit einem baldigen Umbruch, sobald Anzeigen bei OpenAI, Anthropic und Co. hierzulande starten.
- KI verändert CRM auf zwei Ebenen:
- durch Outbound-AI-Calls und durch AI-Agents, die direkt ins CRM integriert werden und Prozesse effizienter machen.
- Der praktische Rat für den eigenen CRM-Alltag:
- Keep it simple. Statt ins Micro-Management abzudriften, empfiehlt Fink, sich auf die wichtigen Touchpoints zu konzentrieren und diese laufend zu testen.
Zum Interview
Worum wird es in deinem Vortrag gehen? Kannst du den Inhalt grob umreißen?
Es geht um den Einsatz von HubSpot im Bildungsmarketing und mein Fazit drei Jahre nach der Einführung: Was würden wir heute anders machen? Was waren die größten Hebel? Und worauf sind wir besonders stolz?
Warum machst du beim Customer Relationship Summit mit?
Um unsere Geschichte zu erzählen, andere zu inspirieren und selbst neue Einblicke zu erhalten.
Worauf können sich die Teilnehmer:innen bei deinem Vortrag freuen?
Auf authentische Einblicke, „the good, the bad and the ugly“, und vermutlich den ein oder anderen Tipp für das eigene CRM.
Wenn du einen Punkt hervorheben könntest, der in deinem Vortrag besonders wichtig ist — welcher wäre das?
Dass CRM ein Kernprozess ist, der nicht ausgelagert werden sollte, und dass es sich für uns absolut gelohnt hat, CRM-Knowhow intern aufzubauen.
Was ist aktuell das spannendste Thema in deinem fachlichen Umfeld?
CRM-bezogen: KI. Abseits davon: auch KI.
Konkreter formuliert: Wir agieren in unserem Bereich marktführend, sind aber massiv abhängig von Google Ads. Wir vermuten, dass hier ein großer Umbruch bevorsteht und die Marketing-Karten zeitnah neu gemischt werden. Sichtbar ist das schon jetzt im massiven Einbruch der CTR bei Organic Search. Die große Frage ist: Wann starten Anzeigen bei OpenAI, Anthropic und Co. hierzulande?
Welchen Trend im Bereich Customer Relationship / CRM / Marketing & Sales Automation siehst du für die nächsten Jahre als besonders relevant?
Outbound-AI-Calls. Und generell mehr Effizienz durch smartere Tools und ins CRM integrierte AI-Agents.
Was war für dich persönlich der größte Aha-Moment in deiner beruflichen Laufbahn im Bereich Customer Relationship?
Zwei Aha-Momente fallen mir sofort ein: einerseits der unterschätzte Zusammenhang zwischen Formularlänge und Einsenderate bei der Lead-Generation, und andererseits die Erkenntnis, dass man wirklich nicht alles messen muss, nur weil man es kann.
Welchen Tipp würdest du Teilnehmer:innen mit auf den Weg geben, die dein Thema in die eigene Praxis übersetzen möchten?
Keep it simple. Gerade beim CRM-Setup driftet man schnell ins Micro-Management ab. Besser ist es, sich auf die wichtigen Touchpoints zu fokussieren und diese zu optimieren. Dort gilt: testen, testen, testen!





